Wienerland Zeitung
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Erstellungsdatum: 14. Juni 2018, 00:00 Uhr


Autor: Fritz Peterka

SalzAlpenSteig

 

 

 

100 Jahre Freistaat Bayern: 100mal bayerisch unterwegs

 

Der SalzAlpenWeg ist dabei!

 

„Wir feiern Bayern" ist das Motto des Jubiläumsjahres 2018. Eigentlich ist es ein Doppeljubiläum: 100 Jahre Freistaat und 200 Jahre Verfassungsstaat Bayern. Viele Mitmachaktionen und Veranstaltungen erinnern an diese historischen Ereignisse. Und der in diese Aktion integrierte „junge" SalzAlpenSteig hat’s in sich: 18 Weitwanderetappen, 26 Rundwege und Platz 3 bei der Prämierung „Deutschlands schönster Wanderweg" (2017).

 

Mit 2 x 2 SalzAlpenTouren wird in vier Tagestouren dem Jahresthema Rechnung getragen. Wienerland/ÖFS war bei den ersten beiden Touren dabei. Das sind die Eindrücke:

 

 

 

Donnerstag, 7. Juni: Chiemsee-Alpenland, Tour 19e und Etappe 4 der SalzAlpenTouren, 650 Steigmeter, rd. 17 km, 6 Std. Wanderzeit

 

 

 

Start der Wandergruppe ist am Parkplatz unterhalb von Burg Hohenaschau, wo Bergwanderführerin Josefine Lechner allerlei Wissenswertes über Kultur und Landschaft erzählt. Axel macht das „Schlusslicht". Er kennt die Wege wie seine Westentasche - brachte er doch alle Markierungen an! In der Folge gibt es immer wieder Gelegenheit, Josefines Ausführungen bei Zwischenstopps zu lauschen.

Vorbei am Ort Aschau geht es zielstrebig bergan zum Zellboden, wo wir vom SalzAlpenTeam mit Brigitte und Axel verpflegt werden. Steiler wird es zur Schmiedalm und später zur Kräuterwiesalm. Die Wegtäfelchen und Josefines kundige Führung bringen zur Käser-Alm, wo ausgiebig Brotzeit eingenommen wird. Aufkommende dunkle Wolken drängen zum Aufbruch. Nur ja nicht in eines der dieses Jahr häufigen lokalen Gewitter kommen! Wir folgen dem Sessellift talwärts, wo bei der Talstation der Hochriesbahn bereits die Shuttlebusse warten. Eine perfekt organisierte Tour auf SalzAlpenSteig-Etappe 4!

 

 

 

 

Freitag, 8. Juni: Über die Grassauer Almen, Tour 20 der SalzAlpenTouren, 710 Steigmeter, rd. 15 km, 5 Std. Wanderzeit

 

 

 

Der zweite Tag der SalzAlpenTouren steht unter dem Motto „Almerlebnis und Salzgeschichte". Viel weiß Bergwanderführerin Josefine unterwegs darüber zu erzählen, wenn es auf aussichtsreichen Wegen geht - unterbrochen von zwei Einkehren in der Rachlalm und Hefteralm.

Gut war es, die Fahrzeuge ein wenig oberhalb des Talbodens abzustellen, denn damit können wir einem heftigen lokalen Gewitter entgehen, das sich just zum Zeitpunkt der interessanten Führung im Museum Salz & Moor entfaltet. Aber da sind wir bereits gut geschützt…

 

Fazit der beiden Wandertage im Chiemgau-Gebiet

 

Die beiden Tagestouren sind Wander-„Schmankerln" im Chiemsee-Alpenland, gerade richtig für beschauliche Wanderer, ein nicht allzu heftiger Einstieg in die Thematik Salz - Alpen.

SalzAlpenSteig und SalzAlpenTouren sind eine Aufgabe für mehrere Sommer. Die 18 Etappen, die 26 Rundtouren entsprechen mindestens 41 Wandertagen, die nicht am Stück, sondern in beliebigen Abschnitten gemacht werden sollen - um Zeit für Kultur und Land zu haben. Lust bekommen? Das sind die Einstiegsmöglichkeiten:

·Kompass Wanderführer „SalzAlpenSteig" mit Tourenkarte (im Buchhandel erhältlich)

·Wander-Stempelpass (Info und Bestellung s. u.)

 

Die Wanderungen 3/4 am 11/12.6

 

Bilder: SalzAlpenSteig und -Touren e. V.

 

Hoch über die Dächer der Alpenstadt Bad Reichenhall führte SalzAlpenTour am Montag. Fast 1.000 Höhenmeter waren auf der Reichenhaller Panoramatour zu bewältigen. Der Lohn für die Anstrengung war – wie der Name schon sagt – ein wunderbarer Ausblick auf das beeindruckende Panorama auf die Bergwelt rund um Bad Reichenhall. Die jahrhundertelange Bedeutung des Salzes für die Alpenstadt brachte Robert Kern mit vielen Details den Wanderern nahe. Über den Mulisteig – einem historischen Weg, der noch heute von den Gebirgsjägern genutzt wird, wurde schließlich die Zwieselalm zu einer herzhaften Brotzeit mit Stubnmusi erreicht. Nach einer ausgiebigen Pause war der Abstieg unter schattigen Bäumen und gemütlichen Wegen ein Genuss.

 

Unter der fachkundigen Begleitung des Vorsitzenden des SalzAlpenSteig und –Touren e.V. und Bürgermeister Berchtesgaden, Franz Rasp, erkundete eine bunt gemischte Gruppe aus deutschen und österreichischen Wanderern die SalzAlpenTour Almbachklamm. Vorbei an Wasserfällen und Gumpen, über Brücken und Stufen ist hier die elementare Kraft des Wassers für jeden spürbar. Bis 1963 wurde die Almbachklamm für die Holztrift genutzt. Rund 40.000 Raummeter Brennholz wurden jährlich in den historischen Salinen Marktschellenbergs und Berchtesgadens zum Sieden benötigt. Der Triftsteig zur Theresienklause ist heute ein gern begangener Wanderweg. Nach dem Aufstieg nach Maria Gern konnten die Wanderer einen Blick auf den Watzmann und die Berchtesgadener Bergwelt werfen. Zurück am Ausgangspunkt an der Kugelmühle, erwartete die Teilnehmer nehmen kulinarischen Genuss auch noch eine Vorführung an Deutschlands einziger noch betriebenen Marmor-Kugelmühle (gegründet 1683). Friedl Anfang hält als letzter seiner Zunft dieses alte Gewerbe am Leben und zaubert aus seiner Kugelmühle wunderschöne Murmeln und Kugeln aus Untersberger Marmor.

 

 

Bilder: SalzAlpenSteig und -Touren e. V.

 

Zufrieden und mit vielfältigen Wandererlebnissen auf den Spuren des Salzes machten sich die Wanderer auf den Heimweg und planen schon ihre nächsten Etappen und Rundwege auf SalzAlpenSteig und SalzAlpenTouren.


Kontaktadresse

 

 

 

 

SalzAlpenSteig und -Touren e. V., D 83471 Berchtesgaden, Königseer Straße 2, Tel. +49 / 8652 / 69 05 49, E-Mail info@salzalpensteig.com, www.salzalpensteig.com

 

Ein Tipp noch zum Abschluss: Wikinger Reisen, Feuer und Eis Touristik, Eurohike, Kleins Wanderreisen und Salzkammergut Touristik GmbH bieten organisierte Wanderungen am SalzAlpenSteig an.