Wienerland Zeitung
<< zurück zur Übersicht

Erstellungsdatum: 28. Juli 2017, 19:06 Uhr


Autor: Fritz Peterka

Service für die Semmeringbahn-Bergstrecke

 



Umfangreiche Erneuerungs- und Instandhaltungsarbeiten auf der Semmering-Bergstrecke

Schienenersatzverkehr für Fernverkehrszüge zwischen Wiener Neustadt und Mürzzuschlag von 11. September bis 1. Oktober

Schienenersatzverkehr für den Nahverkehr schon ab 13. August bis 13. Oktober

Investitionen von 28,6 Millionen Euro

 

(Wiener Neustadt, 28. Juli 2017) Wie Autos brauchen auch Bahnstrecken regelmäßig ein umfassendes „Service", damit unsere Fahrgäste sicher und pünktlich unterwegs sind. Bis der Semmering-Basistunnel 2026 in Betrieb geht, rollen täglich rund 180 Züge über die 160 Jahre alte Semmeringstrecke. Dieses Verkehrsaufkommen müssen wir auch in der topographisch anspruchsvollen Lage unter härtesten Witterungsbedingungen bewältigen. Große Temperaturschwankungen, Schnee und Frost setzen der Zuverlässigkeit der Gleisanlagen Grenzen. Die denkmalgeschützte Semmeringstrecke zwischen Gloggnitz und Mürzzuschlag stellt eine der intensivst genutzten Bahnstrecken im Netz der ÖBB dar – ist sie doch ein Nadelöhr auf der Nord-Süd-Verbindung im Osten Österreichs und auf europäischer Ebene. Deshalb führen wir bis 2025 weitreichende Erneuerungs- und Instandhaltungsarbeiten an der Bergstrecke durch. Mitte August beginnen Arbeiten, die einen Schienenersatzverkehr für den Nahverkehr zwischen Payerbach-Reichenau und Mürzzuschlag, beginnend mit 13. August bis inklusive 13. Oktober, erfordern. Die intensivste Phase findet dann in der zweiten September-Hälfte von 11. September bis 1. Oktober statt. In diesem Zeitraum muss auf der Semmeringstrecke nicht nur für den Nahverkehr, sondern auch für den Fernverkehr ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden. Der Schienenersatzverkehr für die Fernverkehrszüge betrifft den Abschnitt Wiener Neustadt – Mürzzuschlag. Investiert werden in die Maßnahmen auf der Semmering-Bergstrecke im heurigen Jahr 28,6 Millionen Euro.

 

Lange Planung und komplexe Umsetzung der Baumaßnahmen

 

Dem gesamten Projekt ist eine lange Planungsphase vorausgegangen, um die Arbeiten möglichst effizient erledigen zu können, und um die Beeinträchtigungen für die Fahrgäste so weit wie möglich in Grenzen zu halten, was bei der Komplexität der einzelnen Vorhaben sehr schwierig ist. Die bewusst zeitgleiche Umsetzung der Vorhaben hat das Ziel, alle Arbeiten auf der Südstrecke im Abschnitt von Wiener Neustadt bis Mürzzuschlag zu bündeln und innerhalb einer Sperre so kompakt wie möglich abzuwickeln.

 

Baumaßnahmen Semmering-Bergstrecke

- Erneuerung von rund zehn Kilometern Gleis und zahlreicher Weichen

- Sanierung des Kartnerkogel-Viaduktes auf den neuesten technischen Stand

- Erneuerung der Oberleitungsanlagen im Bahnhof Semmering

- Instandhaltungsmaßnahmen an Lehnen, Tunnel und Viadukten

- Bahnsteigadaptierungen in den Bahnhöfen Klamm-Schottwien und Breitenstein

- Sanierung Eisenbahnkreuzung in Breitenstein

 

ÖBB ersuchen um Verständnis für Lärmentwicklung

 

Die ÖBB sind bemüht, Lärm- und Staubentwicklungen so gering wie möglich zu halten, ersuchen aber um Verständnis, dass diese aufgrund der durchzuführenden Arbeiten und der dazu erforderlichen Maschinen und Warnsignale nicht vermieden werden können. Um den Zugverkehr im Sinne der Reisenden so wenig wie möglich zu beeinflussen, ist es notwendig und sinnvoll auch in der Nacht zu arbeiten. Durch die Maßnahmen wird die Qualität der Schieneninfrastruktur gewährleistet. Über die Arbeiten wurde von uns auch eine Anrainerinfo versendet.

 

ÖBB-Holding AG, Konzernkommunikation & Public Affairs

 

Bahnhofplatz 1, 3100 St. Pölten, Tel. +43 2742 93000 3527, Fax +43 2742 93000 3881, christopher.seif@oebb.at, www.oebb.at