Wienerland Zeitung
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Erstellungsdatum: 07. Oktober 2021, 18:02 Uhr


Autor: Fritz Peterka

Wildnis Stadt, Sonderausstellung

 

Am Bahngleis

 

Auf in den Großstadt-Dschungel!

Neue Sonderausstellung „Wildnis Stadt" eröffnet im Haus für Natur

 

ST. PÖLTEN, 7.10.2021 – Mauersegler, Siebenschläfer und Wildkaninchen ziehen ab Samstag ins Museum Niederösterreichein. Die neue Sonderausstellung „Wildnis Stadt" im Haus für Natur von 9. Oktober 2021 bis 12. Februar 2023 erklärt nicht nur, welche Tiere und Pflanzen es im Großstadt-Dschungel gibt, sondern auch, wie wir die Artenvielfalt in der Stadt schützen und unterstützen können. Die interaktive und mit nachhaltigen Materialien effektvoll inszenierte Schau präsentiert auch Lebend-Tiere und führt mit einem Pfad in den Museumsgarten für weitere Beobachtungen. Die Eröffnung am Freitag, den 8. Oktober 2021 um 18:30 Uhr ist eine öffentliche Veranstaltung (Anmeldung unter +43 2742 90 80 90-998 oder anmeldung@museumnoe.at, 3G-Nachweis erforderlich).

 

Auf den ersten Blick sind Städte nicht der optimale Lebensraum für Flora und Fauna", erklärt Ronald Lintner, wissenschaftlicher Leiter vom Haus für Natur und Kurator der Ausstellung. „Wer allerdings genauer hinschaut, kann sich vom Gegenteil überzeugen.

 

Der Kurator der Sonderausstellung


Die mosaikartig hohe Dichte an unterschiedlichen Lebensräumen auf kleiner Fläche machen mitteleuropäische Städte zu faszinierenden und artenreichen Lebensräumen. Und eben diesen genauen Blick auf Tiere und Pflanzen in der Stadt wollen wir unseren Besucher*innen vermitteln", so Lintner. Die Broschüre „Expedition Stadt" begleitet nicht nur beim Ausstellungsrundgang, sondern auch beim Spaziergang durch die Stadt.

 

Im ersten Teil der Ausstellung stellen Dioramen aus Karton mit Tierpräparaten die einzelnen Lebensräume der Stadt wie Dachboden, Balkon oder Hausfassade vor. In diesem Bereich begrüßt ein Terrarium mit Zitterspinnen. Im Hauptraum der Ausstellung geht es in den Großstadt-Dschungel von St. Pölten wie etwa an die Traisen, in den Hammerpark oder auf den Friedhof. Ein Terrarium mit Waldmäusen sorgt dort für Bewegung. Der dritte Teil der Schau beschäftigt sich mit den Begegnungen zwischen Tier und Mensch. Wie können wir die Artenvielfalt in der Stadt schützen? Was tun, wenn ich einem Wildtier begegne? Was ist bei der Krötenwanderung zu tun? Der letzte Raum wimdet sich der „Wildnis Nacht" mit Fledermaus-Quiz, nächtlichen Tieraufnahmen, Stimmenrätsel und überlebensgroßen leuchtenden Glühwürmchen. Die schlaue Museumseule Poldi führt junge Besucher*innen mit Rätseln und Wissenswertem durch die Schau.

 

Das Thema der Sonderausstellung beschränkt sich aber nicht nur auf die Ausstellungsfläche. Bereits vor dem Museum gibt es einen Zebrastreifen, auf dem man sich mittels eines QR-Codes mit virtuellen Wildtieren fotografieren kann. Im Museumsgarten wurde anlässlich der Ausstellung ein eigener Informationspfad eingerichtet, der sich mit Themen wie Nützlingshotels, Lichtverschmutzung oder Vogelnistkästen beschäftigt. Auch im Museumsgarten gibt es via QR-Code virtuelle Wildtiere.

 

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