Wienerland Zeitung
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Erstellungsdatum: 07. Dezember 2020, 16:58 Uhr


Autor: Fritz Peterka

Büchertipps zum Jahreswechsel 2020/21

 

 

Peter Schubert

Transdanubien

Schauplätze von Geschichte und Kultur in Floridsdorf und Donaustadt

264 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-99024-889-8, Format 22,5 x 20,5 cm, € 26,90, Kral Verlag, Berndorf, 2020

Floridsdorf und Donaustadt gibt es erst seit 1954 als zwei Bezirke, ein Großteil des Gebietes ist erst seit 1904/05 bei Wien – aber Spuren menschlichen Lebens gehen bis zu 5.000 Jahre zurück und berichten von Mord und Überschwemmungen, Zuwanderung und Antisemitismus, von österreichischen Heldenepen und bitterer Armut. Die beiden Bezirke waren wichtige Industriestandorte und haben Anteil am Nationalpark Donauauen, sie sind Freizeitparadiese und waren Schauplätze des Bürgerkrieges, neben der heutigen UNO-City gab es die Favelas von Wien und die Hinrichtungsstätte der NS-Zeit. Hier sollte die Hauptstadt Niederösterreichs und Jahre später ein „Hamburg des deutschen Ostens" entstehen. Der Bildhauer Georg Raphael Donner wurde hier geboren, wie auch Bundespräsident Franz Jonas und der Arzt Clemens von Pirquet. Und wo Napoleon während seiner ersten Niederlage sein Hauptquartier aufgeschlagen hatte, propagierten hundert Jahre später Nackte ein freies Leben.

Ein „Heimatbuch" neuer Art, das historische Ereignisse mit ihren Schauplätzen und dem Heute verbindet und das – bisher eher ungewöhnlich – auch literarische und künstlerische Darstellungen einbezieht und damit einen Bogen spannt zwischen dem von Egon Schiele gezeichneten Floridsdorfer Weinkeller und den amourösen Abenteuern des „Herrn Karl" im Überschwemmungsgebiet.

PS: Ein kleiner Tipp für die Zweitauflage ist ein Ortsverzeichnis - es erleichterte das Nachschlagen ungemein!

 

 

M. Christian Ortner

Die k.u.k. Armee und ihr letzter Krieg

372 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-99024-928-4, Format 30 cm x 23 cm, € 39,90, Kral Verlag, Berndorf, 2020

Im Zentrum dieser kompakten und reich bebilderten Publikation stehen die wichtigsten militärischen Geschehnisse der Kriegsjahre 1914 bis 1918, aber auch der Weg der Habsburgermonarchie in den Krieg, die Kampfverfahren des österreichisch-ungarischen Heeres, seine Uniformierung und Bewaffnung, die Tätigkeit der k.u.k. Kriegsmarine während des Weltkriegs sowie die Technisierung, welche die Kriegsführung für immer veränderte.

Dank des eindrucksvollen Bildmaterials werden das Schicksal der einfachen Soldaten und ihr harter Alltag an den Fronten auf beklemmende Weise offenkundig. Auf dem Stand neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse schafft es Ortner so, einen präzisen Einblick in die Herausforderungen und das stets wechselnde Kriegsglück der k.u.k. Armee zu geben, bis hin zum endgültigen Zusammenbruch der Armee und dem Ende des Vielvölkerstaates.

Das Fotomaterial stammt fast ausschließlich aus Privatarchiven mit noch nie veröffentlichten Originalphotos, welche dieses Buch zu einem gelungenen Übersichtswerk zur österreichisch-ungarischen Armee in ihrem letzten Krieg machen.

 

 

Sepp Forcher, Elisabeth Eisner

Grüß Gott in Österreich

Ein Nachschlag zu 200 Sendungen "Klingendes Österreich"

250 Seiten, gebunden, Format 22 x 20,5 cm, € 27,90, ISBN 978-3-99024-940-6, Kral Verlag, Berndorf, 2020

Sepp Forcher in Originalton: „Nach 200 erfolgreichen Sendungen dieser Reihe erfüllt mich das Gefühl der Dankbarkeit und eine große Zufriedenheit. Wem ist es schon vergönnt, seine Heimat so zeigen zu dürfen, wie er sie sieht und empfindet?! Das heißt – voller Stolz! Es war mir immer ein Anliegen, ein positives Bild Österreichs und seiner großen Kultur zu vermitteln!"

Elisabeth Eisner, „Klingendes Österreich"-Regisseurin: „,Klingendes Österreich‘ ist für mich ein bedeutender Bestandteil meines Lebens. Die persönlichen Begegnungen mit Sepp Forcher sind für mich ein Gewinn für mein Leben. Viele Grundeinstellungen versuche ich, in meinen Alltag einzubauen. Die Wichtigkeit jedes Einzelnen, die Loyalität und die Dankbarkeit für alles, was uns gelingt. Das sind nur ein paar dieser Werte, die mir in dieser Zeit mit Sepp Forcher und auch seiner Frau Helli sehr bewusst geworden sind. Es war mir eine Ehre, dass ich in den letzten 17 Jahren über 50 Sendungen mit Sepp Forcher gestalten durfte, und ich bin ihm und auch seiner Frau sehr dankbar.

 

 

Werner Sulzgruber

Burgruine Starhemberg

Ein imposantes Vermächtnis der österreichischen Geschichte|Historische Ansichten & Fakten zur Burganlage bis heute

320 Seiten, gebunden, Format 29,7 x 21 cm, € 29,90, ISBN 978-3-99024-946-8, Kral Verlag, Berndorf, 2020

Das vorliegende Buch erfasst die außergewöhnliche Geschichte der Burg Starhemberg höchst anschaulich und liefert darüber hinaus zahlreiche Informationen über historische Zusammenhänge und Details. Erstmals kann man in umfassender Weise über das erstaunliche Vermächtnis dieser besonderen Burg nachlesen. Mit weit über 400 großformatigen Abbildungen – darunter faszinierende Bild-Unikate und seltene historische Fotografien – taucht der Leser in die vielfältige und spannende Vergangenheit der Starhemberg ein.

Starhemberg repräsentiert eine der geschichtlich bedeutendsten Burgen Österreichs, da sie Residenz des Babenberger Herzogs Friedrich II. des Streitbaren war. Hier bewahrte er vermutlich eine ganz besondere Reliquie auf: einen Span der Dornenkrone von Jesus Christus.

Die Burg ist außerdem in der um 1239 entstandenen, berühmten „Ebstorfer Weltkarte" verzeichnet – nur gemeinsam mit Wien und Krems – als „Starkenberch urbs" in „Austria".

Sie stellt mit einer Gesamtfläche von rund 8.000 Quadratmetern überhaupt eine der größten Burganlagen Niederösterreichs dar. Bau- bzw. kunstgeschichtlich handelte es sich um eine Festungsanlage mit sogar drei hohen Türmen. Nach den Worten von Papst Innozenz IV. von 1247 galt sie als „uneinnehmbar".

Die Starhemberg birgt so manche "Geheimnisse". Von ihnen wird hier erzählt ...!