Wienerland Zeitung
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Erstellungsdatum: 10. Dezember 2018, 13:54 Uhr


Autor: Fritz Peterka

Neue Bücher, Dezember 2018

 

 

 

Florian Holzer (Hg.)

Wien, wie es isst 2019

Ein Führer durch Wiens Lokale

816 Seiten, brosch., Reihe Kleine Schlaue, € 18,50, ISBN 978-3-85439-620-8, Falter Verlag, Wien, 2018

Kaum zu glauben, was da so zusammengesammelt wurde! Und in 37. Auflage wird der Inhalt nicht straffer, sondern ausführlicher, noch akribischer aufbereitet.

Die Neuen, die Arrivierten, die Exoten, die Traditionellen, die für morgens, abends, mittags oder für das Wochenende, die Teuren und die Günstigen, die Angesagten, die Einfachen, die Guten – all diese Lokale, und noch viele mehr, sind im aktualisierten Band „Wien, wie es isst 2019" zu finden. Über 4000 (!) Lokale für den kleinen wie den großen Hunger sind in der komplett überarbeiteten und aktualisierten Neuauflage des Wiener Lokalführers vertreten.

Ob es um die Adresse des kürzlich neu eröffneten Restaurants geht, die Telefonnummer der Pizzeria ums Eck oder die Öffnungszeiten der Weinbar für einen entspannten After-Work- Drink: Diese und viele weitere Informationen (Lokalgröße, Preisniveau, Angaben zu Gastgarten, Raucher-/Nichtraucherlokal, Kinderfreundlichkeit etc.) zu Lokalen in und um Wien finden sich nach Bezirken geordnet im Buch. Einfach „der" ultimative Essguide für Wien.

 


 

Clemens M. Hutter

Gruselwandern in Salzburg

272 Seiten, durchgehend bebildert, Kartenmaterial, Format 11,5 x 18 cm, französische Broschur, € 22,00, ISBN 978-3-7025-0905-7, eBook: ISBN 978-3-7025-8052-0, € 16,99, Verlag Anton Pustet, Salzburg, 2018

Schaurig schön wandern

Der Hexenwahn löste in Salzburg im 16. und 17. Jahrhundert drei schreckliche Wellen von Verfolgung aus. Darunter war die Hysterie rund um den Zauberer Jackl mit 139 Opfern eine der blutigsten Hexenjagden im ganzen deutschen Sprachraum – wobei drei Viertel der Getöteten Männer waren.

Diese Epoche der Landesgeschichte Salzburgs mutet wie ein gigantisches Gruselkabinett an – und noch heute erinnern Dokumente, Sagen, Gebäude oder Flurnamen an zahlreiche Orte dieses schrecklichen Treibens. Clemens Hutter hat für das vorliegende Buch 59 Routen zu solchen Schauplätzen zusammengestellt. Er erzählt die Geschichten, er spürt den Ursachen für die Verfolgungen nach und beleuchtet den jeweiligen historischen Hintergrund. Abseits der Hexenjagden führt er uns zu verzauberten Prinzessinnen, zu Geistern im Wasserfall, aber auch zu Hitlers Gruselkabinett und zu einem Glasteufel im Mikroskop.

 

 

Herbert Gschwendtner

Glück auf!

Erzweg Kupfer. Wanderungen und Bergbaugeschichten

144 Seiten, durchgehend farbig bebildert, Format 13,5 x 21,5 cm, Hardcover, € 22,00, ISBN 978-3-7025-0901-9, Verlag Anton Pustet, Salzburg, 2018

Wandern auf den Spuren des Bergbaus

Herbert Gschwendtner widmet seine Aufmerksamkeit dieses Mal der 5 000-jährigen Kupferbergbaugeschichte des Pongaus. Diese gilt es auf dem „Erzweg Kupfer" zu erwandern und dabei Schaubergwerke, Bergbaumuseen und so manche Mineralienschau zu erleben. Historisch Interessantes, erzählte Geschichten und Legenden sowie Wegbeschreibungen und Fotos bringen den Lesern die beeindruckende Natur- und Berglandschaft am Hochkönigmassiv mit ihrer wechselvollen Bergbaugeschichte näher.

Darüber hinaus gibt Herbert Gschwendtner, der selbst in seiner Jugend im Bergbau tätig war, Einblicke in die Bergmannssprache und die Abläufe unter Tage. Der „Erzweg Kupfer" führt von Hüttau über den Fritzerberg und Buchberg nach Bischofshofen und weiter entlang des Knappensteigs zum Mitterberg. An den Abstieg nach Mühlbach am Hochkönig schließt sich der Übergang über die St. Veiter Höhe nach St. Veit an. An diesen insgesamt fünf Etappen liegen vier Schaustollen, Bergbau- und Heimatmuseen, sowie ein begehbarer historischer Eisenerz-Schurfbau.

 

 

Daniela Egert

Susanne Fröhlich

Gewicht 20 dag, ISBN 978-3-907126-01-1, Format 19 x 12 cm, 160 Seiten, Broschur, € 10.00, kurz & bündig Verlag, Frankfurt, 2018

Eine Frau, die mit Volldampf auf der Überholspur unterwegs ist: Abspeck-Expertin. Frankfurter Pflanze. Sprachathletin

Am Telefon wird schnell klar: Susanne Fröhlich ist eine Frau, die mit Volldampf auf der Überholspur unterwegs ist. Wörter prasseln aus ihr heraus wie flüssige Lava aus einem Berg, schnell, laut, fast ohne Unterbrechung. Die Beststeller-Autorin aus Schmitten bei Frankfurt pflügt dabei atemlos von einem Thema zum nächsten. Ob sie ein Taschenbuch über sich unterstützen würde, will ich wissen. Hm, darüber muss sie erst nachdenken, meint sie und konsultiert hörbar ihren Terminkalender.

Viel Zeit bleibt der joggenden Sprachartistin wohl nicht für weitere Projekte. Die nächsten zwei Wochen dreht sie in Nepal ein Video für das Hilfswerk einer Freundin. Danach: Lesungen in Erfurt, Leipzig sowie bei Nürnberg. »Ich freue mich, dass ich bald einen Abstecher nach Freiburg mache, da war ich noch nie.«

Ein paar private Details verrät mir die 55-Jährige zum Abschluss unseres telefonischen Rededuells noch. Über ihre Kinder, »die sind schon 19 und 26, also richtig groß«. Dann will sie wissen, wie es in puncto Nachwuchs bei mir aussieht. Ich gebe ihr Bescheid. »Schöne Namen haben Sie sich ausgesucht«, kommentiert sie meinen Redefluss freundlich. Und ja, sie stehe für mein Buchprojekt zur Verfügung.

 

 

Wandel im Tourismus

Internationalität, Demografie und Digitalisierung

329 Seiten, zahlreiche Abb., Format 15,8 x 23,5 cm, karton., ISBN 978-3-503-18192-6, Schriften zu Tourismus und Freizeit, Band 23, € 49,95, eBook € 49,98, Erich Schmidt Verlag, Berlin, 2018

Tourismus lebt vom und mit dem Wandel – er ist die Basis jeder erfolgreichen Destination. Immer besser vernetzte, globale Reisemärkte und die Digitalisierung bieten unzählige Chancen. Doch nur wer in der Lage ist, Veränderungen zielgerichtet zu identifizieren und zu analysieren, wird im Wettbewerb bestehen.

Dieser Band nimmt die vielseitigen Facetten des Wandels im Tourismus systematisch in den Blick, u.a. mit den Themen:

·Strategien der Internationalisierung am Beispiel grenzüberschreitender Kooperationen

·Demografischer Wandel und damit einhergehende Änderungen der touristischen Nachfrage

·Digitalisierung von Marketing und Angeboten durch den Einsatz von Social Media und Big Data

·Neuausrichtung touristischer Schwerpunkte – z.B. durch klimatische Veränderungen oder geänderte Sicherheitslagen

·Neue Formen der Nachwuchsgewinnung, der Begegnung des Fach- und Hilfskräftemangels sowie Aus- und Weiterbildung für Leistungsträger

Fazit: Eine aufschlussreiche Auswahl aktueller Forschungsergebnisse nationaler und internationaler Projekte, die innovative Handlungsempfehlungen für Tourismus- und Destinationsmanager aufzeigt.

 

Christoph Pelczar

GLAUBE. LIEBE. RAPID.

Mit Beiträgen von Stefan Schwab, Dejan Ljubicic, Richard Strebinger, Andy Marek u.a.

160 Seiten, zahlreiche Farbfotos, ISBN 978-3-85351-290-6, € 18,99, Dom-Verlag, Wien, 2018

 

Buchneuheit: Lauter Sieger beim SK Rapid

Ein neues Buch bringt die besondere Kraftquelle vieler Rapidler – Spieler, Betreuer, Funktionäre – ans Tageslicht: ein vitaler und lebensbejahender Glaube an Gott. Zusammengestellt von Rapid-Pfarrer Christoph Pelczar. Heute wurde das im Wiener Dom-Verlag erschienene Buch im Club Stephansplatz 4 der Erzdiözese Wien offiziell vorgestellt.

Ein neues Buch vereint den Zauber von Rapid mit der Frage nach Gott: „GLAUBE. LIEBE. RAPID" vom katholischen „Rapid-Pfarrer" und Seelsorger der EM 2018 Christoph Pelczar. Das Buch versammelt Gedanken, Geschichten, Texte und Meditationen der Rapid-Stars – von Spielern wie Dejan Ljubicic, oder Mannschaftskapitän Stefan Schwab über den Stadionentertainer Andy Marek und Kult-Masseur Wolfgang Frey bis zum Team-Physiotherapeuten Wojtek Burzec oder den Fanvertreter Stefan Singer. „Alle, die das Buch schon gelesen haben, sagen mir: Jetzt sehe ich die Burschen mit ganz anderen Augen," erzählt Pelczar bei der Buchpräsentation.

„Siege über dich selbst, und die Welt liegt Dir zu Füßen." Mit diesem Satz des Hl. Augustinus beginnt das Buch von Christoph Pelczar. Die Porträts der Rapidler in diesem Buch zeigen 17 Menschen, die mit Gottes Hilfe das Leben meistern. „In GLAUBE. LIEBE. RAPID. geht‘s mal nicht um unsere Siege und Niederlagen auf dem Feld, sondern um jene in unserem Leben. Genau das macht dieses Buch so besonders", sagt dazu Kapitän Stefan Schwab.

 

Der spirituelle Trainer

Richard Strebinger nützte die Pressekonferenz, um sich im Namen aller anwesenden Spieler bei Christoph Pelczar zu bedanken, „nicht nur für das Buch und die Zeit, die du uns schenkst, sondern für das Vorbild, das du uns gibst, was es heißt, für andere da zu sein." Rapid-Pfarrer Christoph Pelczar ist nach einem Philosophie- und Psychologiestudium in Polen und einem Theologiestudium in Wien Priester geworden. Seine Leidenschaft fürs runde Leder verbindet er mit seiner Berufung als Seelsorger. 2008 hat er bei der Europameisterschaft die Fußballer spirituell betreut. Da war er schon spiritueller Trainer für den Rapid-Nachwuchs.

2016, als das Allianz Stadion eröffnet wurde, bekam es auch einen Andachtsraum, und Christoph Pelczar wurde Seelsorger des SK Rapid. Einen solchen Andachtsraum gebe es auch bei Schalke 04 oder Barcelona, berichtete der für die Fußball-Seelsorge zuständige Leiter der Kategorialen Seelsorge der Erzdiözese Wien, Martin Wiesauer. Das Engagement bei Rapid sei das erste derartige in Österreich, „aber ich bin zuversichtlich, dass das nicht das letzte bleibt."

Unzählige Male konnte Pelczar schon Kinder von Spielern, Funktionären und Fans im Stadion-Andachtsraum taufen. Er feiert dort Gottesdienste, führt tiefgehende Gespräche, bereitet auf die Sakramente vor. Schon über 3000 Kinder und Jugendliche sind bisher durch seine Initiative ins Stadion gekommen, sie sprechen mit den Spielern, denen der Glaube an Gott wirklich etwas bedeutet.

Die Menschen in seinem Buch, sagt Christoph Pelczar, „sind allesamt Sieger". Weil sie die tägliche Herausforderung bestehen, Herzlosigkeit und Egoismus zu überwinden. „Ich durfte sie als Menschen erfahren, die den Respekt füreinander über jede Form der Ichbezogenheit und Selbstbespiegelung stellen." Und so hofft der Rapid-Seelsorger, dass sein Buch zu „einer Spur und einem Zeichen" wird für „all jene, die auf der Suche sind und sich als Suchende begreifen".

 

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