Wienerland Zeitung
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Erstellungsdatum: 13. März 2019, 00:00 Uhr


Autor: Fritz Peterka

Zu Gast in Wien

 

 

 

 

Tag der Wiener Bezirksmuseen 2019: „Zu Gast in Wien"

Ausstellungen und Rahmenprogramme am 17.3. (10 bis 16 Uhr), Eintritt frei

 

Wien (OTS/RK/Wienerland) Am 8. März informierten der Präsident der „ARGE Wiener Bezirksmuseen und Sondermuseen", Heinrich Spitznagl, und der Autor und Kustos am Bezirksmuseum Meidling, Hans W. Bousska über den anstehenden „Tag der Wiener Bezirksmuseen 2019" und einen dazugehörigen Bildband.

 

Der Autor des neuen Bildbandes bei der Präsentation

 

Alle Wiener Bezirksmuseen haben am Sonntag, 17. März, einheitlich in der Zeit von 10.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Das Publikum sieht Ausstellungen mit Bildern, Texten und Objekten zum Thema „Zu Gast in Wien".

 

Ein Beispiel: Programm des Bezirksmuseums Wien Meidling am 17. März

 

10.30: Eröffnung der Sonderausstellung „Zu Gast in Meidling". und Präsentation des Buches „Hans W. Bousska, Zu Gast in Wien". Einführungsvortrag: Prof. Dr. Vladimira Bousska, Museumsleiterin.

In der Ausstellung werden in historischen Bildern ehemals bestandene und auch noch bestehende Gaststätten des Bezirkes gezeigt. Vorstellung des Buches „Zu Gast in Wien" durch Prof. Hans W. Bousska. Musikalische Umrahmung: Schülerinnen und Schüler der Musikschule Meidling.

 

Neue Publikation „Zu Gast in Wien"

 

Die neue Publikation zeigt „Beisl, Restaurants und Kaffeehäuser in historischen Bildern". Gestalter dieses Bildbandes aus dem „Sutton Verlag" ist der Bezirkshistoriker Hans W. Bousska. Das Werk hat einen Umfang von 128 Seiten und enthält rund 200 Bilder, die meisten wurden noch nie veröffentlicht. Der Preis beträgt 19,99 Euro (ISBN 978 396 303 0383).

 

 

Bild aus dem neuen Buch

 

Details vom neuen Buch „Zu Gast in Wien"

 

Gasthäuser waren als Ort der Geselligkeit und Begegnung seit Jahrhunderten ein beliebter Treffpunkt. Sie waren nicht nur zum Essen und Trinken da, sondern stellten und stellen noch immer echte Kommunikationszentren dar. Die verschiedensten Vereine, wie Sparvereine, Gesangsvereine, Briefmarkenvereine, Geselligkeitsvereine und Sportklubs hatten und haben hier oft über Generationen hinweg ihren Stammsitz. Das Gemeindegasthaus war geselliger Mittelpunkt der Ortschaften, in denen auch größere Feste, wie Taufen und Hochzeiten gefeiert wurden, nach dem Begräbnis die Zusammenkunft der Verwandten und Freunde stattfand.

Am Stammtisch trafen sich Gleichgesinnte oder die Honoratioren der Gemeinde beim Bier oder einem Glas Wein. Auch wenn die Gaststätten oft sehr einfach ausgestattet, räumlich eher sehr begrenzt waren, gekocht wurde ausgezeichnet. Die Speisekarte war klein, wobei es sich bei den Speisen hauptsächlich um Hausmannskost handelte. Bestellt wurde immer das Gleiche. Gulasch, Schnitzel, Schweinsbraten, Würstel mit Saft werden begleitet von Bier oder einem Achterl.

Auch die Getränke entsprachen dem Geschmack der Besucher. Das Ambiente musste stimmen, damit sich der Stammgast wohl fühlen konnte. Der beliebte Spruch, im Wirtshaus „wia z’Haus" zu sein, zeigt dessen Bedeutung und ist ein Hinweis darauf, dass Stammgäste im Gasthaus Heimatrecht beanspruchen. Dies erklärt auch, dass bis in die jüngere Vergangenheit bei manchen Kreuzungen bis zu drei Gasthäuser zu finden waren.

Der Bildband lädt zu einer Wanderung durch die verschiedensten Gaststätten, Heurigenlokale, Restaurants und Kaffeehäuser ein und erinnert an vielfach längst Vergangenes.

 

Weitere Informationen

 

Wiener Bezirksmuseen und Sondermuseen: www.bezirksmuseum.at

Sutton Verlag (Verlagshaus 24):https://verlagshaus24.de/